Aufklärung: Leistenhernie
- Noah Elias Tatari

- 3 days ago
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Updated: 1 day ago
Leistenhernie - Aufklärung
Ihre Beschwerden sprechen dafür, dass Sie einen Leistenbruch haben, der operativ behandelt werden sollte. Das heißt, dass Sie sich einer OP unterziehen sollen. Ich versuche, Sie über alles aufzuklären. Wenn ich zu schnell spreche oder wenn Sie etwas nicht verstanden haben, sagen Sie mir bitte Bescheid, einverstanden?
Was ist Leistenbruch?
Er besteht aus drei Elemente:
1. Bruchsack: ausgestülptes Bauchfell.
2. Bruchpforte: Bruchlücke.
3. Bruchinhalt: meistens besteht aus Darm.
Gefahren ohne Behandlung:
Es kann zu verschiedenen Komplikationen kommen zum Beispiel:
1. Brucheinklemmung:
wenn die Bruchlücke klein ist, kann das innerhalb weniger Stunden zur Durchblutungsstörung der Darmwand führen.
o Das kann die folgen verursachen:
1. Bauchfellentzündung
2. Darmverschluss
3. Absterben des Darms
2. Männer: kann der Druck auf den Samenstrang zur Schädigung des Hodens führen.
Frauen: der Eierstock ist gefährdet.
Wie wird operiert?
o Die Operation wird unter Vollnarkose/Lumbalanästhesie durchgeführt (Für Einzelheiten und Risiken des Betäubungsverfahrens werden Sie gesondert aufgeklärt).
o Zum Beginn des Eingriffs wird ein Blasenkatheter gelegt.
o Für diese Operation haben wir verschiedene Möglichkeiten, aus denen Sie wählen können:
1. Offene Methode/traditionale Methode:
o durch einen Schnitt ca. 5-8 cm in der Leistenbeuge oberhalb des Leistenbandes wird der Bruchlücke freigelegt und der Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurückgeschoben
o Danach entfernen wir den Bruchsack und verschließen das Bauchfell mit einer Naht.
o Als nächstes decken wir die Bauchpforte mit einem Kunststoffnetz ab.
2. Laparoskopische Methode: durch kleine spezialisierte optische Geräte.
o Der Operateur macht einen kleinen Schnitt am Bauchnabelrand, führt dadurch eine Kamera rein, dann wird der Bauch mit Kohlendioxid/Kohlensäuregas aufgeblasen, um die Bauchhöhle besser und sichtbar zu machen und schaut sich von innen an. o Dann durch zwei kleine Schnitte an der linken und rechten Bauchseite führt er die andere operativen Instrumente rein. o Die Bruchlücke wird durch ein Kunststoffnetz abgedeckt, das mit dem eingeschnittenen Bauchfell bedeckt wird. o Bei überraschenden Befunden, starken Blutungen oder technischen Schwierigkeiten, Komplikationen und schwierigen anatomischen Verhältnissen, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorhersehbar sind, kann es erforderlich sein, den Eingriff zu erweitern (Umsteigen von Laparoskopische auf offene Methode)
o Es kann für einige Tage ein Drainageschlauch in die Bauchhöhle eingelegt werden, um die Nachblutung oder Eiter zu kontrollieren und die Wundflüssigkeiten raus abfließen zu lassen. Das kann meist einige Tage später schmerzlos herausgezogen werden.
Wenn alles wie geplant läuft, dauert die Operation ungefähr weniger als eine Stunde, aber Sie sollen auch damit rechnen, dass Sie nach der Operation 3 bis 5 Tage bei uns zur Überwachung bleiben sollen.
Es gibt auch ein paar Anweisungen, die Sie kennen müssen:
1. Vor dem Eingriff:
o Bezüglich der Vorbereitung: 8 Stunden vor der OP dürfen Sie nichts essen (und nicht Rauchen) und 2 Stunden vor der OP dürfen Sie nichts trinken.
2. Nach dem Eingriff:
o Nach der OP für ca. 4 Stunden müssen Sie nichts essen oder trinken. Sie müssen auch keinen Alkohol trinken und nicht rauchen.
o Danach kann der Kostaufbau langsam begonnen werden. Die Darmtätigkeit stellt sich meist von selbst wieder ein.
o Zur Vermeidung eines Narbenbruchs sollten Sie das Heben von schwereren Objekten (>5 kg) für 3 - 4 Wochen nach der Operation vermeiden.
o Informieren Sie bitte bei Fieber über 38°C, Schmerzen und Blutungen den Arzt bzw. die Notfallaufnahme einer Klinik, auch wenn solche Beschwerden erst einige Tage nach dem Eingriff auftreten.
Haben Sie bisher Fragen? (Nein) Gut, dann machen wir weiter, nämlich mit etwas, dass Sie vermutlich lieber nicht hören würden, aber es muss dennoch besprochen werden:
Das Thema Komplikationen, das heißt nicht, dass wir Komplikationen erwarten, sie sind jedoch nicht gänzlich auszuschließen.
1. Allergie/Unverträglichkeit: z.B. auf Med., Des., Bet., Hand., usw.
o Führt sehr selten zu akutem Kreislaufschock.
o Sehr selten sind bleibende Schäden (z.B. Organversagen, Hirnschädigung und Lähmungen)
2. Haut-/Gewebe-/Nervschäden:
o Durch die Eingriffsbegleitende Maßnahmen (z.B. Einspritzung, Desinf., Laser, e-Strom)
o Mögliche Dauerhafte Folgen: Schmerzen, Entzündungen, Absterben von Geweben.
3. Thrombose/Embolie (Blutgerinnung):
Gefäßverschloss, Lungenembolie, Schlaganfall, Herzinfarkt
4. Blutung/Nachblutung sind sehr selten:
o Sehr selten ist eine operative Blutstillung und/oder Bluttransfusion erforderlich.
o Da kommt auch ein ganz kleines Risiko, dass Sie Hepatitis oder HIV bekommen. Klar, das Blut wird sehr gut untersucht.
5. Nebenverletzungen: d.h. Verletzungen benachbarter Organe, Blutgefäße:
1. An Darm, Harnblase, Samenleitern, Nerven und Blutgefäßen
2. Nervenschäden: Hautnerven Verletzung vorübergehend oder dauernd Taubheitsgefühl, Schmerzen oder Missempfindung (Ilioinguinalis Syndrom).
3. Einengung von Blutgefäßen in der Leiste kann zu Durchblutungsstörungen des Beines führen.
4. Hodenschrumpfung: wegen Verletzung die Blutgefäße oder Einengung und Vernarbung des Samenstranges und kann die Hoden nicht nur schrumpfen, sondern auch absterben.
6. Wundkomplikationen:
1. Wundschmerzen: Kunststoffe wie Netz können ein störendes Fremdkörpergefühl verursachen.
2. Wundinfektionen: Bakterien verzögern die Wundheilung und verlängern die Dauer der Behandlung.
3. Sekretverhalten (Serom): eine Flüssigkeitsansammlung nach der Operation, die meist sich von selbst zurückbildet.
4. Platzbauch: die Operationswunde Aufplatzen (wegen hohes Drucks oder starker Spannung). In diesem Fall ist sofort eine erneute Naht erforderlich.
7. Narbenwucherungen (Keloide): Mögliche Folge z.B. Hautverfärbung, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
8. Narbenbrüche: wenn die Muskelhaut nicht abheilt.
9. Bruchrezidive:
Bei starke Spannung (z.B. früher Belastung) oder bakterielle Infektion können Nähte ausreißen.
Stoffwechselkrankheiten und Übergewicht begünstigen rezidive.
10. Verwachsungen: das ist eine späte Komplikation, kann ein Darmverschluss verursachen und das braucht eine operative Behandlung.
11. Kompartment-Syndrom:
möglich nach Rückverlagerung sehr großer Brüche und kann zu vorübergehend erhöhtem Bauchinnendruck führen, der die Atmung- Nieren- und Darmfunktion beeinträchtigen wird.
Die Behandlung ist die Druckentlassung, durch die Wiedereröffnung des Bauchs und ein größerer Platzhalter ist erforderlich).
12. Laparoskopische Komplikationen:
1. Hautschwellung oder -knistern (durch Reste des Kohlendioxids) sowie Schulter-, Hals-, Bauchschmerzen, die sich von selbst nach dem Eingriff zurückbilden.
2. In seltenen Fällen kann das Gas auch in den Rippenfellraum (Pneumothorax) oder in Blutgefäße eindringen (Gasembolie).
3. Übersäuerung/Azidose kann das Kohlendioxids vorübergehenden Verschiebungen im Säure-Base-Gleichgewicht entstehen und das auch kann zur Blutdrucksteigerung und Herzschwäche führen.
4. Verbrennungen der Bauchorgane.
Allerdings kommt das ziemlich selten vor. Sie sollten keine Angst haben. Wir sind für jede Situation vorbereitet. Haben Sie bisher Fragen?
Gut, dann wäre meine Bitte, dass Sie einmal hier unterschreiben, dass Sie alles gehört haben und mit der Untersuchung einverstanden sind.

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