Folge 18: MRT, Echo, Gastroskopie, Koloskopie, Schlaflabor
- Noah Elias Tatari

- Jun 30
- 3 min read
Die MRT (Magnetresonanztomographie)
Erklärung:
„Eine MRT – das ist die Abkürzung für Magnetresonanztomographie – ist eine
Untersuchung, bei der wir mithilfe eines starken Magnetfeldes sehr genaue
Schnittbilder vom Inneren Ihres Körpers machen. So können wir einzelne Organe oder
Körperregionen ganz präzise beurteilen. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei, kommt
ohne Röntgenstrahlung aus und dauert etwa eine halbe Stunde."
Ablauf und Vorbereitung:
„Vor der Untersuchung machen Sie bitte Ihren Oberkörper frei und legen alle
Gegenstände aus Metall ab – also Schmuck, Gürtel, Schlüssel, Haarnadeln. Die
Untersuchung findet im Liegen statt: Sie werden langsam in ein röhrenförmiges Gerät
geschoben und sollten dann ganz ruhig liegen bleiben. Weil das Gerät recht laute
Geräusche macht, bekommen Sie einen Gehörschutz oder Kopfhörer. Und falls Sie sich
in der Röhre unwohl fühlen oder Platzangst bekommen, haben Sie einen Notfallknopf,
mit dem Sie sich jederzeit melden können."
Risiken und Kontraindikationen:
„Manche Patienten verspüren während der Untersuchung etwas Platzangst,
Kopfschmerzen oder Schwindel – das ist aber meist harmlos. Manchmal arbeiten wir mit
einem Kontrastmittel, das Sie entweder trinken oder das wir Ihnen in die Vene spritzen,
damit Gefäße und Organe noch besser zu sehen sind. Dieses Mittel enthält Gadolinium.
Wenn Sie dagegen allergisch sind oder schwanger sein sollten, verzichten wir darauf.
Eine MRT können wir außerdem nicht durchführen, wenn Sie zum Beispiel einen
Herzschrittmacher oder bestimmte Metallteile im Körper haben – wegen des starken
Magnetfeldes."
Das Echo (Echokardiographie / Herzultraschall)
Erklärung:
„Eine Echokardiographie – wir sagen kurz ‚Echo' – ist nichts anderes als eine
Ultraschalluntersuchung Ihres Herzens. Mit Schallwellen können wir Ihr Herz auf einem
Monitor sichtbar machen und zum Beispiel die Herzklappen und die Pumpfunktion
beurteilen. Die Untersuchung ist schmerzfrei, strahlenfrei und dauert nur etwa fünfzehn
Minuten."
Ablauf:
„Sie machen bitte Ihren Oberkörper frei und legen sich hin. Ich trage dann ein Gel auf
Ihre Haut und auf den Schallkopf auf – erschrecken Sie nicht, das fühlt sich kurz etwas
kalt an. Das Gel brauchen wir, damit wir Ihr Herz auf dem Bildschirm gut darstellen
können. Sie müssen während der Untersuchung einfach nur ruhig liegen bleiben."
Die Gastroskopie (Magenspiegelung) und der Unterschied zur Koloskopie
Erklärung:
„Die Gastroskopie nennt man auf Deutsch auch Magenspiegelung. Damit können wir
Ihre Speiseröhre, Ihren Magen und den Anfang des Dünndarms von innen ansehen. Die
Untersuchung ist nicht schmerzhaft, kann aber etwas unangenehm sein, und sie dauert
ungefähr eine halbe Stunde."
Ablauf und Vorbereitung:
„Wichtig ist, dass Sie vorher etwa acht Stunden nüchtern bleiben – also nichts essen
und nichts trinken. Vor der Untersuchung bekommen Sie ein leichtes Beruhigungs- oder
Schlafmittel, damit es angenehmer für Sie ist. Deshalb dürfen Sie danach allerdings
nicht selbst Auto fahren. Während der Untersuchung führe ich einen dünnen, flexiblen
Schlauch durch den Mund bis in den Zwölffingerdarm ein. An diesem Schlauch sind eine
kleine Kamera mit Licht, ein Kanal mit einer winzigen Zange, mit der ich bei Bedarf eine
Gewebeprobe entnehmen kann, und ein Kanal für Luft, Wasser oder Medikamente."
Risiken:
„In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen – etwa zu einer Blutung, einer
kleinen Verletzung der Schleimhaut oder einer Infektion. Insgesamt ist die
Untersuchung aber sehr sicher."
Das Schlaflabor
Erklärung:
„Ein Schlaflabor ist ein spezielles Zentrum, in dem wir Ihren Schlaf über eine oder
mehrere Nächte genau beobachten. So können wir herausfinden, warum Sie schlecht
schlafen, und die richtige Behandlung für Sie finden."
Ablauf:
„Sie übernachten bei uns in einem Zimmer, das wie ein ganz normales Schlafzimmer
eingerichtet ist – nur eben mit einigen Messgeräten. Bevor Sie einschlafen, bringen wir
verschiedene kleine Sensoren an Ihrem Körper an. Diese Sensoren tun nicht weh und
stören Ihren Schlaf möglichst wenig. Sie messen während der Nacht zum Beispiel Ihre
Gehirnaktivität, Ihre Augenbewegungen, Ihre Muskel- und Herzaktivität, Ihre Atmung,
den Sauerstoffgehalt im Blut und Ihre Körperlage."
Ziel:
„Mit diesen Daten können unsere Spezialisten erkennen, ob eine Schlafstörung vorliegt
– zum Beispiel eine Schlafapnoe, bei der die Atmung im Schlaf kurz aussetzt, ein
Restless-Legs-Syndrom oder eine Schlaflosigkeit. Auf Basis der Ergebnisse erstellen wir
dann einen individuellen Behandlungsplan. Das kann zum Beispiel eine spezielle
Atemmaske für die Nacht sein, eine Änderung Ihrer Schlafgewohnheiten oder in
manchen Fällen auch ein Medikament."
Patientensorge:
Patient: „Aber kann ich in so einem Labor überhaupt schlafen?" „Das ist eine
berechtigte Sorge, die viele Patienten haben. Das Zimmer ist aber bewusst gemütlich
gestaltet, und die Sensoren sind so angebracht, dass sie Sie kaum stören. Die meisten
Menschen schlafen besser, als sie zunächst denken."


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